J Feb., 2026 | Allgemein
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) begeht am 29. April ihr 100-jähriges Jubiläum.
Sie wurde 1926 von vier Freikirchen gegründet und verbindet inzwischen 15 Freikirchen. Die VEF zählt rund 300.000 Mitglieder, sogar mehr als 500.000 Menschen nehmen regelmäßig an Gottesdiensten und gottesdienstähnlichen Veranstaltungen teil.
„Uns verbindet der Glaube an Gott, der in Jesus Christus seineLiebe für alle Menschen zeigt“, so VEF-Präsident Marc Brenner. „Wir blicken dankbar auf ein Jahrhundert Geschichte zurück: Unsere Freikirchen waren und sind immer noch Orte, an denen Menschen Hoffnung finden, Gemeinschaft erleben, den persönlichen Glauben an Gott entdecken und konkrete Hilfe erfahren, wenn sie in Not sind.“
In der VEF arbeiten die Freikirchenbünde über theologische Unterschiede hinweg zusammen. So äußert sich die VEF beispielsweise in Stellungnahmen zu aktuellen Themen wie Migration oder Schöpfungsbewahrung. Sichtbar wird sie auch durch Radioandachten und Fernsehgottesdienste sowie durch einen gemeinsamen Beauftragten, der freikirchliche Themen in die Politik einbringt. „Wir haben den Wunsch, auch in Zukunft das Evangelium
von der Liebe Gottes allen Menschen in Wort und Tat zu verkündigen“, so Brenner.
Zur Jubiläumsfeier in Berlin mit Gottesdienst und Festakt ist auch der Bundespräsident eingeladen. Passend zum Jubiläum wird zudem ein Magazin erscheinen, das die bunte Vielfalt aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der VEF sowohl in Print- als auch in digitaler Form darstellen wird. Die Feierlichkeiten werden durch die Jahrestagung des Vereins für Freikirchenforschung ergänzt. Vom 30. April bis zum 2. Mai wird sich diese in der Baptistenkirche Wedding mit der VEF, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, beschäftigen.
Die Festveranstaltung wird live gestreamt, sodass weitere Interessierte online daran teilnehmen können. Weitere Informationen folgen in Kürze auf www.vef.de/100Jahre
J Feb., 2026 | Allgemein
Mit großer Dankbarkeit und auch tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Pastor Helmut Rottmann, der am 24. Januar 2026 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.
Helmut Rottmann war viele Jahre Pastor der ehemaligen Christus-Gemeinde Freudenstadt im Mülheimer Verband. In dieser Zeit hat er das Gemeindeleben mitgestaltet und viele Menschen auf ihrem Glaubensweg begleitet. Helmut Rottmann war über 40 Jahre im geistlichen Dienst im Rahmen des Mülheimer Verbandes tätig. Am 1. Juni 1960 begann sein Gemeindedienst als Praktikant in der Berliner MV-Gemeinde. Nach gut einem Jahr ging er ab September 1961 bis Mai 1962 an die Bibelschule Bergstraße, damals in Seeheim (Bergstraße).
Ab Mai 1962 schloss sich für ein Jahr ein Praktikum in Freudenstadt an. Ab Mai 1963 wechselte er nach Mülheim an der Ruhr. In dieser Zeit war er viel in Marburg zu Vorlesezeiten für den kriegserblindeten Dr. Ernst Giese, der an der Jonathan Paul – Biographie arbeitete und Material sammelte für sein Buch „Und flicken die Netze“. Diese Zeit weckte sein Interesse an der Geschichte des MV. 1965 begann der Dienst in der Lübecker Gemeinde. Dort wurde er 1966 ordiniert und heiratete im gleichen Jahr seine Frau Gisela. Am 1. April 1977 ging es nach Freudenstadt, wo Helmut Rottmann bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2003 Pastor war. Dankbar erwähnt werden soll hier auch, dass Helmut 30 Jahre lang die MV-Tagungen (Hauptbrüdertag) protokolliert hat.
Wir erinnern uns an seinen Dienst und seinen Einsatz für die Gemeinde und sind dankbar für alles, was durch ihn geschehen durfte. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Wir vertrauen darauf, dass Helmut Rottmann nun in Gottes Frieden geborgen ist.
„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“
(Johannes 11,25)
In dankbarer Erinnerung
Im Namen des Mülheimer Verbandes
J Dez., 2025 | Allgemein, Zwischenkirchliches

Bei der Mitgliederversammlung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) am 25./26. November 2025 in Burbach haben die Delegierten zentrale Weichen für die Zukunft gestellt und dies mit Blick auf das 100-jährige Jubiläum der VEF im Jahr 2026. Auch der Mülheimer Verband war vertreten: Präses Sam Krauter nahm an der Versammlung teil.
Ein wichtiger Schritt ist die Einrichtung einer VEF-Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt, die insbesondere kleineren Gemeindebünden Unterstützung bietet. Neun Mitgliedsbünde unterzeichneten die entsprechende Vereinbarung. Informationen zur Erreichbarkeit werden ab Januar 2026 auf den VEF-Webseiten verfügbar sein.
Ebenfalls ab Januar übernimmt Pastorin Jasmin Jäger die neu geschaffene Position der Geschäftsstellenleitung. Sie wird die Öffentlichkeitsarbeit verantworten, Prozesse koordinieren und Präsidium sowie Vorstand entlasten.
Große Vorfreude weckten die Planungen zum 100-jährigen Jubiläum: Neben einem Jubiläumsmagazin ist am 29. April 2026 ein Festgottesdienst mit Empfang in Berlin geplant, der auch per Livestream verfolgt werden kann. Ergänzt wird das Jubiläum durch eine wissenschaftliche Tagung zur Geschichte und Bedeutung der VEF.
Weitere Themen der Versammlung waren das kirchliche Ehrenamt, das Täufergedenken, Kirchenasyl sowie Einblicke in die Arbeit verschiedener Gastorganisationen. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 30. April 2026 in Berlin statt.
J Okt., 2025 | Allgemein
Fünf Jahre lang hat Sam Krauter den Mülheimer Verband als Präses geleitet. Dies war ein Zeit, die von großen Veränderungen und herausfordernden Momenten gekennzeichnet war. Der Strukturwandel im Verband wurde vorangetrieben – hin zu zwei Räten und einem Vorstand – die Corona-Pandemie hat natürlich auch uns geprägt, intensive Auseinandersetzungen um das Schriftverständnis sowie der Wechsel in der Geschäftsführung von Dieter Stiefelhagen zu Simon Vetter waren auch teil dieser Zeit. Rückblickend beschreibt er diese Jahre als eine Zeit des Umbruchs und des Wachsens für ihn persönlich und für den Verband.
Mit Blick nach vorn spürt er deutlich, dass Gott weiterhin etwas mit uns vorhat. Besonders im Hinblick auf die kommende WIRklich 26 sieht er neue Chancen und Aufgaben, die gemeinsam gestaltet werden wollen.
Bei der Delegiertentagung am 27. September in Berlin wurde Sam Krauter mit überwältigender Mehrheit erneut zum Präses gewählt. Dankbar nahm er das Vertrauen an und freut sich darauf, den Weg des Mülheimer Verbandesin den kommenden fünf Jahren weiter mitzugestalten.
J Apr., 2025 | Allgemein, Zwischenkirchliches

„Als Freikirchen sind wir Teil unserer Gesellschaft. Das leben wir glaubwürdig, positiv und einladend. Unsere Stimme vermittelt Hoffnung, unser Handeln ist geprägt von Nächstenliebe und Verantwortung. In diesem Sinne haben wir Freikirchen etwas zu sagen und zu geben.“
Diese Aussagen aus der neu erarbeiteten Ausrichtung beschreiben sowohl das Selbstverständ-nis als auch die Zukunftsperspektive der VEF, so Vorstandsmitglied James Ros. Der Vizepräses des Bundes freikirchlicher Pfingstgemeinden präsentierte die Inhalte der drei erarbeiteten Überschriften „herzlich verbunden in Vielfalt – gemeinsam unterwegs – sichtbar in der Gesell-schaft“. Die Vielfalt der Freikirchenbünde ist manchmal unübersichtlich, die Botschaft der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt, ist aber Stärke und das verbindende Element.
Diese Grundhaltung prägte das Treffen der Delegierten aus den 15 Freikirchenbünden, deren Vereinigung sich einem großen Jubiläum im nächsten Jahr nähert. Präsident Marc Brenner teilte im Vorstandsbericht seine Vorfreude auf die 100-Jahr-Feier der VEF. Am 29. April 2026 lädt die VEF in Berlin zu einem Festakt und Empfang. Direkt im Anschluss wird die Jahresta-gung des Vereins für Freikirchenforschung stattfinden, die sich thematisch mit der Geschichte der VEF beschäftigen wird.
Konstantin von Abendroth, Beauftragter am Sitz der Bundesregierung, lenkte den Blick auf Menschen, die in Politik und zukünftiger Regierung Verantwortung übernehmen. Sie brau-chen Gebet. Seinen Bericht präsentierte von Abendroth zeitlich kurz vor der Veröffentlichung des Koalitionsvertrages der mutmaßlich neuen Bundesregierung. Im Evangelium finden wir die Ressourcen, um weder in „Überkritik“ noch in „Kritiklosigkeit“ zu kommen, sondern uns konstruktiv mit den gefundenen Kompromissen auseinanderzusetzen. Anschließend zeigte die Rundfunkbeauftragte Jasmin Jäger die freikirchliche Präsenz in Funk und Fernsehen. Die aktuellen Sendezeiten mit freikirchlicher Beteiligung sind immer aktuell auf der Homepage (www.vef.de) zu finden.
Die Predigtgemeinschaft zwischen der VEF und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die im vergangenen Herbst unterzeichnet wurde, war erneut Teil der Tagesordnung. Als Gast war Florian Namyslo geladen, der Zwischenergebnisse seiner Dissertation zum Thema präsentierte. Diese zeigt eine Verbindung zwischen den Kirchentraditionen, da sie sowohl von der (landes-) Kirchlichen Hochschule Wuppertal als auch von der freikirchlichen Theologi-schen Hochschule Elstal betreut wird.
Auch der Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt war Thema auf der Tagesordnung. Die kleineren Freikirchenbünde sind kurz davor, mithilfe des Bundes Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden eine Anlaufstelle für Betroffene zu starten, wie Pastor Alexander Hirsch berichtete. Drei Freikirchenbünde arbeiten bereits aktiv am Thema Aufarbeitung und Entschädigung von Betroffenen.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung gab es eine Nachwahl: Für das von der Heilsarmee nach London entsandte Vorstandsmitglied, Hartmut Leisinger, der dort eine neue Leitungs-aufgabe übernahm, wurde Anette Janowski von der Heilsarmee als Vorstandsmitglied vorge-schlagen und von Delegierten gewählt.
Die Mitgliederversammlung tagt zwei Mal im Jahr. Ende November findet sie im hessischen Burbach statt.
Die neu erarbeitete Ausrichtung der VEF im Wortlaut:
Herzlich verbunden in Vielfalt
Die evangelischen Freikirchen sind Ausdruck gelebter Vielfalt. Sie zeichnen sich durch ein breites Spektrum an Traditionen, geistlichen Prägungen und theologischen Akzenten aus. Auch in ihrer Struktur und Organisation gehen sie unterschiedliche Wege. Was sie jedoch verbindet, ist der gemeinsame Glaube an Jesus Christus – die Botschaft der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt. Diese Einheit in Vielfalt ist ihre Stärke.
Gemeinsam unterwegs
Begegnung schafft Beziehung – und aus Beziehung wächst Zusammenarbeit. Als VEF schaf-fen wir Gelegenheiten, in denen Begegnung möglich ist. Aus dem gemeinsamen Austausch können Ideen, Projekte und Initiativen entstehen, die die einzelnen Kirchen in ihrem Auf-trag stärken. Miteinander unterwegs sein heißt voneinander lernen, sich gegenseitig inspi-rieren und stärken, um gemeinsam für unsere Gesellschaft da zu sein.
Sichtbar in der Gesellschaft
Als Freikirchen sind wir Teil unserer Gesellschaft. Das leben wir glaubwürdig, positiv und einladend. Unsere Stimme vermittelt Hoffnung, unser Handeln ist geprägt von Nächsten-liebe und Verantwortung. In diesem Sinne haben wir Freikirchen etwas zu sagen und zu geben.
Quelle: Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF)
www.vef.de
J Feb., 2025 | Allgemein, MV-Events

Die Paulus-Gemeinde Bremen bietet ab Sommer 2026 wieder zwei bis
drei freie Stellen (FSJ/BFD) in einem spannenden und ereignisreichen
Gemeindeleben mit vielen unterschiedlichen Arbeitsfeldern an.
„Wir bieten dir nicht nur die Möglichkeit, deine Gaben und Talente
einzusetzen, sondern auch die Möglichkeit, geistlich zu wachsen und
neue Freundschaften zu knüpfen. Der Träger unseres FSJs ist netzwerk-m, der seinerseits vielfältige Fortbildungsangebote bereitstellt. Mehr Infos kannst du
bei Simon Rauch anfordern.“
J Nov., 2024 | Gemeinden

Am 27. Oktober 2024 wurde Heike Brandt in der Matthäus-Gemeinde Lüneburg im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes durch unseren Präses Sam Krauter zur Pastorin ordiniert. Herzlichen Glückwunsch an Heike zu diesem bedeutsamen Schritt!
In den letzten drei Jahren war sie bereits als Gemeindereferentin angestellt. Aktuell ist die Matthäus-Gemeinde auf der Suche nach einer weiteren Pastorin oder einem Pastor, so dass Heike zukünftig in Doppelspitze die Gemeinde leiten wird.
Vielen Dank für deinen Dienst, Heike! Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Zeit!
J Sep., 2024 | Allgemein, Zwischenkirchliches

Mit einem theologischen Studientag zur Taufe begann in Mainz die
255. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Kirchen in Deutschland (ACK), in deren Verlauf auch das Motto für
den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2025 festgelegt wurde.
Einmal im Jahr treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aller 25
Gast- und Mitgliedskirchen der ACK mit den Verantwortlichen für die
Ökumene in allen Bundesländern zu einem gemeinsamen theologischen
Studientag. Der diesjährige Studientag über die Taufe mündete in
einen ökumenischen Gottesdienst mit gemeinsamer Tauferinnerung, der
in der Mainzer Bernhardskapelle des Erbacher Hofes gefeiert wurde.
„Gott, Du hilfst Menschen und Tieren“ – Mitgliederversammlung
der ACK legt Motto für den Schöpfungstag 2025 fest
In Vorbereitung des 16. Ökumenischen Tags der Schöpfung legte die
Mitgliederversammlung das Motto für das Jahr 2025 fest. In
Anlehnung an Psalm 36,7 wurde der Teilvers ausgewählt: „Gott, Du
hilfst Menschen und Tieren“. Das Motto greift den Gebetscharakter
des Psalms auf und rückt Gott als handelnd in den Fokus.
„Ausgehend von der menschlichen Begrenzung kommt hier die
göttliche Zusage ins Spiel, dass Gott allen hilft, die in
Bedrängnis sind“, erläuterte Dr. Verena Hammes,
Geschäftsführerin der ACK, und fügt hinzu: „Zum anderen wird
keine Unterscheidung zwischen Menschen und Tieren vorgenommen –
sie stehen in einer gemeinsamen Beziehung zu Gott, ihrem
Schöpfer.“ Der Ökumenische Tag der Schöpfung 2025 wird am 5.
September 2025 zentral in dem Versuchs- und Bildungszentrum der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Haus Düsse, in Bad
Sassendorf gefeiert.
Blick auf das ökumenisch besondere Jahr 2025
Ebenfalls blickten die Delegierten auf das kommende Jahr 2025, das
mit zwei Jubiläen Anlässe bietet, ökumenische Akzente zu setzen.
Die Mitgliederversammlung verabschiedete gemeinsame Worte zum 1.700.
Jahrestag des Ersten Ökumenischen Konzils von Nizäa (325) und zur
Erinnerung an 500 Jahre Täuferbewegung (1525). Diese werden
zusammen mit theologischen Erklärungen zum Beginn des Jahres 2025
veröffentlicht.
Weiterarbeit an Schwerpunktthemen, Situation verfolgter Christen und
Personalia
In der mit dem Studientag begonnenen Tagung der
Mitgliederversammlung beschäftigten sich die Delegierten neben der
Taufe mit den Schwerpunktthemen Jugend und Sichtbarkeit. Bleibende
Aufmerksamkeit erhielt die Situation bedrängter und verfolgter
Christen in Armenien, im Irak und an anderen Orten der Welt; ebenso
wie die missbräuchliche Vereinnahmung durch extremistische und
gesellschaftlich auseinandertreibende Strömungen in Deutschland. Im
Geschäftsführungsteil der Mitgliederversammlung wurden mit der
Einberufung eines Wahlausschusses die Grundlagen für die
anstehenden Vorstandswahlen im kommenden Frühjahr gelegt und zwei
weitere Personen in das Gesprächsforum der Ökumenischen
FriedensDekade berufen: Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf,
stellvertretende Leiterin des Zentrums Oekumene der evangelischen
Landeskirchen Kurhessen-Waldeck und Hessen und Nassau, und die
Studentin Norina Welteke aus Jerusalem, Mitarbeiterin im Büro des
politischen Beauftragten und Vorsitzenden der Evangelischen Allianz
in Deutschland, Frank Heinrich.
Gewachsenes Vertrauen als Basis für ökumenische Zusammenarbeit
Von mehreren Delegierten und Vertretern des Vorstandes wurde das
gewachsene Vertrauen zwischen den unterschiedlichen Kirchen und
Kirchenfamilien hervorgehoben. „Bei allen Einsparungszwängen und
strukturellen Veränderungsprozessen mancher Mitgliedskirchen ist
das spürbar gewachsene Vertrauen auf der persönlichen Ebene
hilfreich, wenn es auf der organisatorischen Ebene hakt oder
gemeinsame Verabredungen in kircheninternen Entscheidungswegen doch
nicht berücksichtigt werden“, brachte der Vorsitzende der ACK,
Erzpriester Radu Constantin Miron, die Rückmeldungen auf den Punkt.
Dieses Erleben ermutige, dass ökumenische Kooperationen nicht nur
wegen ihres Einsparungspotentials gesucht und gefunden werden,
sondern ein geistlicher Prozess bleiben. „Das soll nicht darüber
hinwegtäuschen, dass es nach wie vor ökumenische Herausforderungen
gibt“, konstatierte der orthodoxe Erzpriester, „aber ich sehe
dann lieber das halbvolle Glas als das halbleere Glas“.
Zur ACK in Deutschland:
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)
wurde am 10. März 1948 von fünf Kirchen gegründet. Im Jahr 2024
gehören ihr achtzehn Kirchen unterschiedlicher Traditionen an,
weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder und fünf ökumenische
Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der
ACK sind die theologische Reflexion, das Engagement für
Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das
gemeinsame Gebet und der Kontakt zu anderen ökumenischen
Organisationen. Die ACK gestaltet dazu unter anderem den jährlichen
zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der
Christen, sie richtet den Ökumenischen Tag der Schöpfung aus, und
auch die Vergabe des Ökumenepreises der ACK liegt in ihren Händen.
Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in
die Mitgliederversammlung, die zweimal im Jahr zusammenkommt.
Derzeit ist Erzpriester Radu Constantin Miron Vorsitzender. Die
Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, die „Ökumenische
Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main:
www.oekumene-ack.de [1]
J Juni, 2024 | Allgemein, MV-Events, Verband

Auf der Mitarbeiterkonferenz ECHT! vom 24.-26.04.24 in Bremen wurde der langjährige Geschäftsführer des freikirchlichen Mülheimer Verbandes, Dieter Stiefelhagen, vor 500 Teilnehmern mit großer Wertschätzung verabschiedet. Nach mehr als einem Jahrzehnt in der Geschäftsführerposition und darüber hinaus über 10 Jahren Tätigkeit für den Verband, übergibt Stiefelhagen nun die Geschäftsführung an Simon Vetter. Vetter, der weiterhin in der Wirtschaft tätig ist, hat die Position in Teilzeit angetreten.
Der frisch ernannte Geschäftsführer, bringt aus seiner langjährigen Tätigkeit in der freien Wirtschaft viel Erfahrung mit. Um seine neue Aufgabe anzutreten, hat Simon Vetter seine jetzige Position in der Personalentwicklung bei der GEA Group reduziert.
Trotz seiner Verabschiedung als Geschäftsführer bleibt Dieter Stiefelhagen auch weiterhin ein Teil des Mülheimer Verbandes. Er wird die Sambia-Kommission auf ehrenamtlicher Basis weiterleiten. Die MV Sambia Mission Life Trust, eine sozial-missionarische Stiftung in Sambia, versteht sich als Arbeitszweig des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden e.V.
J Mai, 2024 | Allgemein, Zwischenkirchliches
Die Delegierten der 15 Freikirchen in der VEF haben in Kassel mit Vorfreude in die Zukunft geblickt. Im April 2026 wird die VEF 100 Jahre alt. Näher liegt der gemeinsame Gottesdienst mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im September 2024 anlässlich der Unterzeichnung der gemeinsamen Vereinbarung zur Predigtgemeinschaft. Zentrales Thema der Mitgliederversammlung war jedoch der Umgang mit sexualisierter Gewalt.

„Wir werden weiter intensiv daran arbeiten, Menschen vor sexualisierter Gewalt zu schützen und Räume für Betroffene zu öffnen.“ Diese Worte von Marc Brenner, Präsident der VEF, spiegeln die Dynamik des Themas wider. Schutzkonzepte zur Prävention von sexualisierter Gewalt liegen inzwischen in allen Freikirchen der VEF vor. Für die Intervention bei akut auftretenden Fällen haben die meisten auch bereits Anlaufstellen oder Kommissionen eingerichtet. Damit diese Schutzmechanismen auf den neuesten Stand kommen, haben die Delegierten eine gemeinsame Erwartung von Mindeststandards verabschiedet. Die Arbeitsgruppe, die sich seit 2022 intensiv mit der Thematik beschäftigt, wird nun an den noch offenen Fragen zu einer möglichen gemeinsamen Anlauf- und Clearingstelle weiterarbeiten.
Schwieriger stellt sich die Frage der Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt in der Vergangenheit dar. Es gebe viele Hürden für eine proaktive systematische Aufarbeitung, so Konstantin von Abendroth, Beauftragter am Sitz der Bundesregierung. Er präsentierte hierzu eine interne Umfrage. In den meisten Freikirchen sind die Ortsgemeinden selbstständig, auch in der Personalführung. Personalakten aus der Vergangenheit sind daher eher datenschutzkonform gelöscht, anstatt aus Archivierungsinteresse erhalten geblieben.
Zudem sind Freikirchen von ihrer Struktur her stark durch ehrenamtliches Engagement der Mitglieder geprägt, das sich dementsprechend nicht in Personalakten niederschlägt. Die Freikirchen in der VEF sind darauf angewiesen, dass sich Betroffene melden, um konkrete Fälle aus der Vergangenheit aufzuarbeiten.
„Dass bis zu 90 Prozent aller Mitglieder Kenntnis und Zugang zu Anlaufstellen, auch für Erfahrungen aus der Vergangenheit, haben, ist ein gutes Zeichen“, so der Beauftragte. Für diese „Meldungen“ eine Haltung der Offenheit zu zeigen, ist derzeit die hauptsächliche Aufgabe beim Thema Aufarbeitung.
Die Kommunikation zu diesem und anderen Themen war über 12 Jahre lang die Aufgabe von Dr. Michael Gruber, der nun offiziell als Pressesprecher der VEF verabschiedet wurde. Marc Brenner dankte Michael Gruber für seinen professionellen Einsatz für die VEF. Michael Gruber leitet weiterhin die Kommunikationsstelle des Bundes Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden in Elstal bei Berlin. Ein Nachfolger als Pressesprecher der VEF ist noch nicht gefunden.
„Evangelisch predigen“ lautet die kirchliche Vereinbarung, die am 15. September 2024 um 11 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin unterzeichnet wird. VEF-Präsident Marc Brenner und die amtierende Ratsvorsitzende der EKD, Kirsten Fehrs, werden die Unterzeichnenden sein. Konstantin von Abendroth wird bei dem gemeinsamen Festgottesdienst die Predigt halten. Im Text der Vereinbarung heißt es: Dies ist „ein Ergebnis des in den vergangenen drei Jahrzehnten im regelmäßigen Konsultationsprozess gewachsenen Vertrauens.“ Die Vereinbarung ermutigt zu Predigtgemeinschaft und Kanzeltausch. Interessierte sind zu dem Gottesdienst herzlich eingeladen.
Die Jubiläumsfeier der VEF wird genau 100 Jahre nach dem eigentlichen Gründungstag am 29. April 2026 im Rahmen eines Abendempfangs in Berlin stattfinden. Mit diesem hoffnungsvollen Ausblick endete die Mitgliederversammlung. Die nächste Mitgliederversammlung wird im November 2024 in Magdeburg stattfinden.